Der Übergang vom Schlaf in den Tag
Der Übergang vom Schlaf in den Tag
ist kein Schalter.
Er ist ein Zwischenraum.
Manche wachen klar auf.
Andere tragen noch Wärme, Schwere
oder ein leises Dazwischen in sich.
Das ist kein Fehler.
Es ist ein natürlicher Zustand.
Der Körper weiß, wie Aufwachen geht.
Nicht auf Kommando.
Sondern in seinem eigenen Rhythmus.
Vielleicht spürst du noch das Gewicht deines Körpers.
Wie die Unterlage dich trägt.
Wie der Atem kommt und geht.
Hier geht es nicht um Aktivierung.
Nicht um Motivation.
Nicht um „bereit sein“.
Sondern um Erlaubnis.
Einen Moment nicht zu überspringen.
Einen Moment, in dem nichts gefordert ist –
und trotzdem etwas geschieht.
Vielleicht bewegen sich deine Finger schon ein wenig.
Oder deine Augen werden klarer.
Vielleicht auch nicht.
Beides ist in Ordnung.
Du musst heute nichts beweisen.
Der Tag beginnt nicht mit Leistung.
Sondern mit Kontakt.
Vielleicht genügt es für diesen Morgen,
für einen Augenblick dein Gewicht abzugeben
und zu bemerken,
dass du getragen bist.
Mehr braucht es nicht.